Gedenken zum Tag der Auschwitzbefreiung

Am 27. Januar wurde das Vernichtungslager Auschwitz, in dem mehr als 1,6 Millionen Menschen ermordet worden sind, durch die Rote Armee befreit. Seit Mitte der 90er Jahre wird in der BRD an diesem Datum der offizielle Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus begangen.

Am Gedenkstein für die Opfer des Außenlagers des KZ Gross-Rosen, in Bautzen, wurde mit einer Gedenkveranstaltung den Opfern des Nationalsozialismus gedacht. Der Oberbürgermeister „Christian Schramm“ sowie weitere Vertreter der Stadt, sprachen von der Notwendigkeit, die Erinnerung an die NS-Verbrechen wachzuhalten.

Etwa 70 Menschen beteiligten sich an dieser Veranstaltung, einige Antifaschisten_innen waren ebenfalls vor Ort um den Opfern des NS zu gedenken und die Notwendigkeit eines aufrichtigen Antifaschismus, besonders in der heutigen Zeit, zu unterstreichen. Gleichzeitig wollen sie sich bei den alliierten Streitkräften bedanken, dass sie geholfen haben die deutsche Barbarei in Europa zu beenden. Somit wurde der Versuch der Deutschen, welcher Produkt des Antisemitismus der deutschen Volksgemeinschaft ist, die Ermordung aller europäischen Jüdinnen und Juden, verhindert.

Wird die Erinnerung an die Opfer von antisemitischen Wahn und rassistischem Chauvinismus in Deutschland betrachtet, muss allerdings festgestellt werden das die „Deutschen“ lieber ihren gefallenen „Kriegshelden“ und „-opfern“ am deutschen Volkstrauertag gedenken und zu Tausenden an die Kriegsdenkmäler pilgern.
Unter anderem werden in Steinigtwolmsdorf deutsche Täter_innen zu Opfern verklärt und bekommen den Titel „Helden“. An dem dortigen, im letzten Jahr restauriertem Kriegerdenkmal, steht in großen Buchstaben „Unseren Helden“, links und rechts der großen Säule sind die gefallenen Soldaten der beiden Weltkriege aufgelistet. Offen bleibt nur welche Helden gemeint sind, all die antifaschistischen Widerstandskämpfer welche zu Millionen mit dem deutschen Volkskollektiv brachen? Da erscheint es wohl doch realistischer, dass mit dieser „Heldenbezeichnung“ deutsche Täter_innen gemeint sind.

“Ich hatte keine Lust, in eisiger Kälte an der Rampe zu stehen und mir von den Rednern, unter anderem den Deutschen, anzuhören, wie gut sie doch alle mit der Vergangenheit umgehen. Ich finde das zum Kotzen.” Kurt Goldstein

Nie wieder Auschwitz! Kein Bock auf Volksgemeinschaft!
Deutsche Täter_innen sind keine Opfer! Und erst recht keine Helden!


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